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Einen geistlichen Begleiter finden – wo du suchen kannst

Michael Porwol · Zuletzt geprüft: 2026-09-17 · Lesezeit 3 Min.

Kurz gesagt

Geistliche Begleiter findest du über die Fachstellen der Bistümer (exerzitien.info), die Jesuiten (jesuiten.org), die Online-Exerzitien im Alltag (online-exerzitien.org) und international über das Verzeichnis von SDI. Eines vorweg, weil es ehrlich gesagt werden muss: Lumen prüft und vermittelt niemanden. Wer geistlich begleitet, braucht eine Beauftragung seines Bistums oder Ordens – das kann keine App ausstellen und keine App überprüfen. Diese Seite führt deshalb nur zu den Stellen, die es können.

Was geistliche Begleitung ist

Geistliche Begleitung heißt: Ein Mensch hört regelmäßig zu, wie Gott in deinem Leben wirkt. Kein Rat von oben, keine Bewertung, kein Sakrament – ein zweites Paar Ohren für die Frage, die das Examen jeden Abend stellt: Wo war Gott heute, und wie habe ich geantwortet?

Ein Begleiter ersetzt nichts, was es schon gibt. Die Beichte bleibt beim Priester, die Therapie beim Therapeuten. Begleitung ist das Dritte daneben: jemand, der über Monate mitgeht und hilft, die eigenen inneren Bewegungen zu lesen – Trost und Trostlosigkeit, Ziehen und Widerstreben. Wer regelmäßig betet und sich fragt, wohin das alles führt, ist bei einem Begleiter richtig. Eine Krise ist keine Voraussetzung.

Warum Lumen niemanden prüft und vermittelt

Das muss ehrlich gesagt werden, gerade weil viele es sich von einer App wünschen: Lumen prüft und vermittelt niemanden.

Wer im deutschsprachigen Raum geistlich begleitet, braucht eine Beauftragung seines Bistums oder Ordens, ein erweitertes Führungszeugnis und eine Präventionsschulung. Das kann keine App ausstellen und keine App überprüfen. Ein Verzeichnis „geprüfter Begleiter" in einer App würde eine Sicherheit behaupten, die es dort nicht geben kann – und gerade bei etwas so Persönlichem wäre eine behauptete Prüfung gefährlicher als gar keine. Diese Seite führt deshalb nur zu den Stellen, die prüfen können: die Bistümer, die Orden und die Werke, die dafür eingerichtet sind.

Wo du suchen kannst

Was dich erwartet

Der Maßstab, an dem du Begleitung messen kannst

Ignatius gibt ihn im Exerzitienbuch selbst, in der 15. Anmerkung:

Der Begleiter soll wie eine Waage in der Mitte stehen und den Schöpfer unmittelbar mit dem Geschöpf wirken lassen.

Ein Begleiter, der dich zu einer Entscheidung drängt, sich zwischen dich und Gott stellt oder von dir abhängig macht, verfehlt sein Amt – ganz gleich, wie fromm es klingt. Und noch etwas nimmt die 17. Anmerkung vorweg: Der Begleiter soll die Sünden gar nicht wissen wollen. Treu unterrichtet sein soll er über die inneren Bewegungen – was tröstet, was verstört, was zieht. Nach genau diesem Maß ist auch der Auszug fürs Begleitgespräch in der Lumen-App gebaut: Er enthält Dank, Rückblick, Vorsatz und den Verlauf des Trostes – nie die Verfehlungen.

Geistliche Begleitung ersetzt keine Therapie und keine Beichte. Wenn dich etwas dauerhaft belastet, sprich mit einem Arzt oder Therapeuten.

Häufige Fragen

Vermittelt oder empfiehlt Lumen geistliche Begleiter?

Nein. Lumen prüft und vermittelt niemanden – bewusst. Wer geistlich begleitet, braucht eine Beauftragung seines Bistums oder Ordens, ein erweitertes Führungszeugnis und eine Präventionsschulung. Das kann eine App weder ausstellen noch überprüfen. Ein Verzeichnis „geprüfter Begleiter" in einer App würde eine Sicherheit behaupten, die es dort nicht geben kann.

Was kostet geistliche Begleitung?

In der Regel nichts. Die Bistümer tragen die Kosten aus Kirchensteuermitteln. Wer für Begleitung Geld verlangt, ohne dass ein kirchlicher Träger dahintersteht, ist ein Grund zur Vorsicht.

Ist geistliche Begleitung dasselbe wie Beichte oder Therapie?

Nein. Die Beichte ist ein Sakrament und gehört zum Priester, Therapie gehört zu Ärzten und Therapeuten. Geistliche Begleitung ist das Dritte daneben – ein Mensch, der über Monate mitgeht und hilft, die eigenen inneren Bewegungen zu lesen. Sie ersetzt keines von beiden.

Muss ich meinem Begleiter meine Sünden erzählen?

Nein. Ignatius sagt es im Exerzitienbuch selbst (17. Anmerkung) – der Begleiter soll die Verfehlungen gar nicht wissen wollen. Treu unterrichtet sein soll er über die inneren Bewegungen, also über Trost, Trostlosigkeit und das, was dich zieht oder abstößt. Das genügt ihm, um zu helfen.

Wie oft trifft man sich – und was, wenn es nicht passt?

Etwa alle vier bis sechs Wochen, meist eine Stunde. Du darfst jederzeit aufhören oder wechseln, ohne Begründung. Ein guter Begleiter nimmt das sofort an – wer Druck macht oder festhält, verfehlt sein Amt.

Quellen

Das Examen jeden Abend – geführt

Lumen führt dich in sieben Schritten durch das Examen, erkennt wiederkehrende Muster und bereitet daraus deine Beichte vor. Deine Aufzeichnungen bleiben verschlüsselt auf deinem Gerät.

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